Emilys Blog

Emily

Save a horse – ride the Cowboy: LLC 2017

Vergangenes Wochenende fand die 6. LoveLetter Convention (LLC 2017) in Berlin statt. Für mich hatte das Event beinahe etwas von „heimkommen“, denn ich nahm bereits zum dritten Mal an der außergewöhnlichen Messe teil. Was mich immer wieder aufs Neue begeistert, ist die familiäre Atmosphäre und das eine, große Thema, welches uns dort alle vereint: die Liebe zum Lesen, die Liebe zum Genre Liebesroman. Es war ein tolles Wochenende, eine Zusammenkunft mit alten Bekannten, Freunden, vielen neuen Kontakten, Lesebegeisterten und natürlich netten Kollegen. Auf der LLC trifft sich halt die „Liebesroman-Community“.

Save a Horse

Eingeladen war ich dieses Jahr von Montlake Romance, mit denen ich nach „Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt“ dieses Frühjahr meinen neuen Roman „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ veröffentlicht habe – und so stand für mich die LLC 2017 ganz im Zeichen des Cowboys! Montlake hatte nämlich nicht nur einen riesigen Stapel Signierexemplare, sondern auch tolle Postkarten, witzige Cowboyhüte, einen echten Cowboy und einen Rodeo-Bullen mit nach Berlin gebracht, um das Buch zu promoten. Das Wochenende – es sollte extrem heiß (im doppelten Sinne) werden – begann bereits am Freitagabend mit einer Pizza-Bloggerparty, zu der Montlake geladen hatte, es gab natürlich stilecht zum Thema Liebe Pizzen in Herzform. Die witzigen Spiele, Goodiebags und die pinke Dekoration sorgten gleich für eine lockere, gelöste Stimmung – ein gelungener Auftakt zum großen Liebesroman-Event, wie ich finde.

Der Samstag begann pünktlich um Acht mit dem Morning-Coffee auf dem Gelände der LLC. Die erste Überraschung des Tages sollte mein Cowboy Mason sein, der mir zur Seite stand und die Besucherinnen begrüßte. Danach ging es für mich zur Lesung von „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“, auf der sich mein Cowboy zwar standhaft weigerte, sein Hemd für die anwesenden Damen aufzuknöpfen, aber dennoch (oder gerade deshalb?) für einige Lacher sorgte. Es folgte ein Panel zum Thema Sehnsuchtsorte, ein schnelles Mittagessen und sehr witzige Blind Dates mit Leserinnen, die mir regelrecht Löcher in den Bauch fragten.
Beim Q&A mit Johanna Danninger standen unsere Bücher beinahe im Hintergrund, denn die defekte Toilettenspülung in unserem Hotel bot Stoff für lustige Unterhaltungen. Der Samstag endete mit einem großen Blogger Get-together, das ich zusammen mit meinen Montlake-Kolleginnen leider vorzeitig verlassen musste, da noch ein Foto-Termin am Brandenburger Tor anstand.

Der Sonntag startete bei herrlichem Wetter mit einem Meet&Greet im Gartenbereich der LLC. Von hier aus hatte ich den besten Blick auf den Aufbau des Rodeobullen. Punkt 11.00 Uhr absolvierte der beliebte Sicherheitsmitarbeiter der LLC Marijo den ersten Ritt auf dem Ungetüm und setzte sogleich eine Bestzeit. Für alle anderen galt es nun, diese zu schlagen. Wenn ich nicht auf der Verlagspräsentation oder dem Round-Table zum Thema „Muss es immer ein Badboy sein“ war, fand man mich und Mason auf oder zumindest bei dem Bullen, schließlich galt es ja, den Titel zu holen – und ja, nach vielen Versuchen konnte ich bei einem Battle mit einem beinah legendär anmutenden Ritt die Bestzeit deutlich überbieten, und damit Marijo schlagen. Von meinen Versuchen hatte ich jede Menge blaue Flecken an den unmöglichsten Stellen davongetragen. Doch hier halte ich es wie Mason:

»Hast du keine Angst, wenn du auf so ein wildes Tier steigst? Was, wenn etwas passiert? Ein Sturz oder ein Tritt?«
Avery konnte das nicht verstehen. Sie hatte nichts für diesen Sport übrig. Hatte es nie gehabt, auch wenn sie zugeben musste, dass Mason auf einem wilden Bronc durchaus sehenswert war.
»Ich kenne das Risiko.« Er zuckte mit den Schultern. »Mir ist noch nie was Schlimmes passiert.«
Avery schnaubte. »Und was ist das?« Sie deutete auf die Narben, die seinen Körper überzogen.
Mason grinste. »Das sind Trophäen.«

Mit der Erinnerung an tolle Gespräche, lustige Momente, herzliche Begegnungen und mehr Trophäen als nötig gewesen wären, machte ich mich am Sonntagabend mit der Gewissheit, dass dies nicht meine letzte LLC gewesen war, auf den Heimweg.

Ich danke dem unvergleichlich tollen Team von Montlake Romance für die Begeisterung, mit der sie mich und meinen Titel unterstützt haben. Ich danke dem Team der LLC für die ganze Organisation, die so ein Event mit sich bringt, und es mir als Autorin ermöglicht, meinen Lesern auf diese unbeschreiblich lockere Art nahezukommen. Und natürlich allen Leserinnen, die für mich dieses Wochenende so besonders gemacht haben.

Eure Emily